In jedem Jahr gibt es häufig kleinere und größere Anlässe, die uns erfreuen. Leider sind sie viel zu schnell vergessen, überdeckt von den vielen weniger schönen Erlebnissen.
Ein schönes Ritual ist daher die „Schale der Dankbarkeit“. Paare oder Familien stellen sie auf, und jeder kann auf kleine Zettel das entsprechende schöne Ereignis schreiben. Der Zettel wird zusammengefaltet, außen kommt das Datum darauf, und in die Schale gelegt. Vielleicht beschwert man die Zettel mit einem Stein oder schützt sie mit einem schönen Tuch. Am Ende des Jahres findet man sich dann gemütlich zusammen und liest sich gemeinsam die Zettel noch einmal durch. Wie Blitzlichter tauchen die schönen Ereignisse in unseren Köpfen und Herzen auf: von Geburtstagsfesten bis zum Abiturball, von dem gelungenen Referat bis zum abgelegten „Seepferdchen“, der gemeinsam erlebte Sonnenaufgang wie der nette Abend mit guten Freunden. Und auch für sich allein ist dies eine schöne Möglichkeit, die Freude im Herzen über das Jahr hinweg zu erhalten.
Die Idee der Schale stammt von Inken Christiansen, ich habe sie hier gefunden: http://www.cvjm-tamm.de/files/2006_Schale_voll_Dankbarkeit/2005_Dankbarkeit.html
Hinrich Westphal macht so etwas Ähnliches: Er überlegt jeden Morgen, manchmal auch abends, welche schönen Momente er am vergangenen Tag erlebt hat, für die er dankbar ist:
„Das hat den Vorteil, dass man den Tag nicht knurrig und mit schlechten Gefühl beginnt, sondern dass man mit einem Schmunzeln mitunter oder wenigstens mit einem Gefühl der Dankbarkeit in den neuen Tag geht, und das verändert den Tag.“
Von der Schale der Dankbarkeit erzählt Hinrich Westphal In seinem Buch „Schick Deine leisen Boten – die besondere Zeit von Advent bis Heilige Drei Könige“.
Ich wünsche allen Lesern ein gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr!



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