Das hört sich doch gut an!
"Heute Morgen in der Straßenbahn beobachtete mich ein älterer Mann beim Mobiltelefonieren. Er nickte mir freundlich zu und sagte, nachdem ich aufgelegt hatte: „Wie schön, dass ich das nicht mehr lernen kann in meinem Alter. Die Dinger machen einen ja wahnsinnig.“ Später, im Büro angekommen, las ich dann eine Email meines achtzigjährigen Onkels, in der er mir von seiner neusten Errungenschaft, einem Gehirnjogging-Spiel, erzählte und mich bat, ihn doch mal bei Gelegenheit auf dem Handy anzurufen.
Diese beiden Beispiele machen uns deutlich, wie unterschiedlich Altern und Kompetenz im Alter erlebt werden. Während der Mann in der Straßenbahn überzeugt war, die neuen Technologien nicht mehr erlernen zu können, beschäftigt sich mein Onkel wie selbstverständlich damit und vertraut in seine Fähigkeit Neues zu lernen. "
Soweit die Einleitung zu dem Artikel von Agnes Bauer und Dorothee Reiners aus dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen ZNL in Ulm. Den kompletten Artikel können Sie dort auf der Website lesen - und auch den interessanten Newsletter bestellen.

Liebe Ute,
dieser Artikel ist in der Tat sehr interessant. Danke fürs Posten.
Auch ich habe einen alten Onkel (86 Jahre), mit dem ich problemlos Emails austauschen kann und der sich immer fit hält, sowohl geistig als auch körperlich. Auch wenn die körperliche Fitness sich in bescheideneren Bahnen bewegt.
Nach seinem Geheimnis befragt, wie er es denn schaffe, sich geistig so auf der Höhe zu halten, antwortete er, dass es ganz einfach sei: Er habe viel Kontakt zu jungen Menschen und sei stets neugierig, etwas Neues zu lernen. Dabei nehme er auch anfängliche Unsicherheiten in Kauf. Und letzten Satz halte ich für entscheidend.
Herzliche Grüße,
Dagmar
Kommentiert von: Dagmar von Consolati | 24. November 08 um 23:42